HIGHLIGHT THE 1st FULL ALBUM [DAYDREAM]
Wie auch immer, es ist eine wirklich schöne Sache, dass wir auch jetzt noch gemeinsam träumen können.
Ich erinnere mich genau an die Zeit vor etwa einem Jahr. Damals, als wir das neue Album vorbereiteten, klopfte mein Herz endlos, als wäre dies alles zum ersten Mal. Es hätte auch anders laufen können, aber letztendlich konnten wir mehr lachen. Und an all unseren Orten und in all unserer Zeit gab es Menschen, die uns wie aus Gewohnheit liebten.
Wir wissen selbst nach 13 Jahren immer noch nicht genau, welche Worte wir jenen sagen sollen, die zuerst lernten, ihre Tränen zu schlucken, in einer so tiefen Dunkelheit, dass man nicht einmal ihre Gesichtsausdrücke lesen konnte; jenen, die uns gegenüber zuerst sagen, dass alles in Ordnung sei, sobald sie uns sehen. Nur hoffe ich jetzt, dass jener Winter, der uns heimsuchte, nicht wie ein Traum vergessen wird. Zumindest gilt das für uns im Moment. Nicht, weil wir uns wünschen, dass diese Zeit zurückkehrt, sondern weil auch sie Teil unserer Geschichte und unserer Erinnerung ist. Ohne diesen Winter wären wir vielleicht nicht so eng zusammengewachsen, und es wäre uns vielleicht nicht gelungen, diese lange Zeit unbeschadet zu überstehen. Durch diesen zähen und langen Winter haben wir erneut gelernt, wie man gemeinsam durchhält, und indem wir uns nun an diesen Winter erinnern, möchten wir die Zeit, die wir gemeinsam durchgestanden haben, ehren.
Dieses Album, das mit einem etwas reiferen Herzen als im letzten Jahr geschaffen wurde, ist nicht nur deshalb besonders, weil es das erste Studioalbum von Highlight ist, sondern vor allem, weil ich das Gefühl hatte, dass sie es hören wollen und dass sie es mögen würden. Tatsächlich ist das mittlerweile der Grund, warum wir jedes Album und jeden Song produzieren. Weil wir ein weiteres gutes Lied mit unseren Stimmen zu ihrer Playlist hinzufügen möchten. Weil wir ihnen eine neue Bühne zeigen wollen. Weil wir die Zeit schaffen wollen, in der wir uns austauschen und gemeinsam neue Momente aufeinanderstapeln. Und, auch wenn es ein wenig egoistisch ist, einfach weil wir ihr Lächeln sehen wollen, das wir so lieben.
Irgendwann werden wieder Tage kommen, an denen wir wie aus Gewohnheit singen und sie wie aus Gewohnheit unsere Lieder hören. Tage, an denen man sich kaum mehr erinnert, wann dieser Winter war – Tage, die so selbstverständlich, unbedeutend wie die Luft und warm sind. Und für diese Zeit müssen wir nun lernen, wie man gemeinsam träumt. Gibt es etwas Hilfloseres als einen Traum? Und doch werden wir es jedes Mal wieder finden und uns bemühen, es gemeinsam zu tun. Natürlich muss es nicht derselbe Traum sein. Letztendlich werden wir nicht in dieselbe Richtung blicken wie sie. Denn bis dieser süße Traum von uns endet, werden wir sie ansehen, und sie werden uns ansehen. Aber wie auch immer, es ist eine wirklich schöne Sache, dass wir auch jetzt und an irgendeinem Tag in ferner Zukunft gemeinsam träumen können.